Elterngeld verliert seit Einführung über ein Drittel seines Wertes

Elterngeld verliert seit Einführung über ein Drittel seines Wertes

Juli 8, 2026
1 min. lesezeit

Das Elterngeld hat seit seiner Einführung im Jahr 2007 erheblich an Wert verloren. Dies geht aus neusten Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Demnach hat die Leistung im Zeitraum bis 2026 um 31,5 Prozent an Kaufkraft eingebüßt. Die aktuellen Pläne des Familienministeriums sehen vor, dass das Elterngeld künftig statt für 14 nur noch für 12 Monate gezahlt wird, vorausgesetzt beide Elternteile nehmen jeweils drei Monate Elternzeit.

Der Mindestbetrag des Elterngeldes soll von 300 auf 330 Euro steigen, während der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro angehoben werden soll. Um jedoch die Inflation vollständig auszugleichen, müsste der Höchstsatz auf etwa 2.591 Euro und der Mindestsatz auf 432 Euro festgelegt werden, so die IW-Studie.

Die Reform könnte vor allem Familien mit ungleichem Einkommen benachteiligen. Bisher konnten auch alleinerziehende Eltern, die nur einen Elternteil in der Elternzeit hatten, den vollen Zeitraum von zwölf Monaten in Anspruch nehmen. Mit der neuen Regelung könnte eine Lücke von drei Monaten ohne finanzielle Unterstützung entstehen. Insbesondere größere Familien, in denen Mütter oftmals weniger arbeiten, um sich um ältere Geschwister zu kümmern, könnten von dieser Regelung betroffen sein.

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