Uruguay liegt im Global Retirement Index 2026 auf Platz eins der Länder, die sich nach dem Bericht von Global Citizen Solutions am besten für einen Ruhestand im Ausland eignen. Die Auswertung nennt außerdem die zehn Spitzenreiter für Auslandsrentner.
Der Index bewertet Staaten in fünf Kategorien: Lebensqualität, Mobilität und Einreisebestimmungen, Steuern, Bürokratie sowie Kosten für die Einreise. In jeder Kategorie sind maximal 100 Punkte möglich; die Endnote ist der Durchschnitt über alle Bereiche.
Auf den ersten zehn Plätzen stehen Uruguay, Mauritius, Spanien, Costa Rica, Portugal, Paraguay, Lettland, Andorra, Italien und Griechenland. Uruguay erreicht 99,9 Punkte, Mauritius folgt mit 99,8 Punkten.
Für Uruguay nennt der Bericht einen Weg zur permanenten Aufenthaltsgenehmigung, wenn ein monatliches Einkommen von 1.700 US-Dollar nachgewiesen wird. Verheiratete können demnach nach drei Jahren die Staatsbürgerschaft beantragen, Alleinstehende nach fünf Jahren.
Mauritius wird vor allem wegen seiner steuerlichen Regeln hervorgehoben. Auslandsrenten und Einkommen bleiben dort unversteuert, inländische Einkünfte werden pauschal mit 15 Prozent besteuert. Eine Vermögensteuer und eine Erbschaftsteuer gibt es nach Angaben des Berichts nicht.
Portugal und Italien nennt der Text als europäische Beispiele für Länder mit vergleichsweise niedrigen pauschalen Einkommensteuern sowie niedrigeren Lebens- und Immobilenkosten. Weil beide Staaten EU-Mitglieder sind, brauchen deutsche Staatsbürger dort keine Visa- oder Aufenthaltsgenehmigungen.
Auch bei einzelnen Bewertungskategorien setzt der Bericht unterschiedliche Schwerpunkte. Bei der Lebensqualität liegt Irland vorn, Neuseeland schneidet ebenfalls gut ab. In der Steuerkategorie teilen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain den ersten Platz.
Für die VAE verweist der Text auf ein Rentnervisum für Menschen ab 55 Jahren mit einem bestimmten Jahreseinkommen. Weitere Details zu dieser Einkommensgrenze nennt der Bericht nicht.
