Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien liegt Flávio Bolsonaro nach Auszählung von neun Prozent der Stimmen mit rund 51 Prozent vor Amtsinhaber Lula da Silva mit 41 Prozent. Eine Stichwahl am 25. Oktober bleibt möglich.
Flávio Bolsonaro ist der Sohn des früheren rechtsgerichteten Präsidenten Jair Bolsonaro. Der derzeitige Zwischenstand ist vorläufig.
Nach den bislang ausgezählten Stimmen reicht der Vorsprung noch nicht für eine endgültige Entscheidung. Sollte nach vollständiger Auszählung kein Kandidat mehr als 50 Prozent erreichen, treten die beiden Erstplatzierten am 25. Oktober erneut gegeneinander an.
Die übrigen Bewerber liegen bei höchstens drei Prozent oder weniger und spielen für den bisherigen Zwischenstand keine entscheidende Rolle.
Die vorläufigen Zahlen weichen deutlich von Umfragen vor der Wahl ab, die ein enges Rennen mit leichtem Vorsprung für Lula da Silva nahegelegt hatten.
Die Wahl gilt als Ausdruck der politischen Spaltung im größten Land Lateinamerikas.
