Eine aktuelle Studie des Bundesamts für Strahlenschutz zeigt große Sorge vor nuklearen Risiken in Deutschland. Zugleich gaben 63 Prozent der Befragten an, nicht zu wissen, was in einem radiologischen Notfall zu tun wäre.
Mehr als zwei Drittel der Deutschen fühlen sich den Angaben zufolge durch Atomwaffen und die Gefahr atomarer Unfälle beunruhigt. 70 Prozent äußerten sich wegen Atomwaffen besorgt, 66 Prozent wegen einer möglichen radioaktiven Belastung nach Unfällen oder Unglücken in Atomkraftwerken.
68 Prozent machten sich im Zusammenhang mit möglichen radiologischen Notfällen wegen aktueller Konflikte und Kriege große Sorgen. 60 Prozent befürchteten, dass dadurch ein nuklearer Unfall in einem Kraftwerk ausgelöst werden könnte.
Knapp zwei Drittel der Bevölkerung befürworten der Studie zufolge Übungen zum richtigen Verhalten in einem nuklearen Notfall, auch für den Fall einer Atomwaffenexplosion. BfS-Präsidentin Inge Paulini forderte, „das richtige Verhalten bei einem Notfall mit radioaktiven Stoffen zu üben“; sie bezeichnete dieses Ergebnis als „Auftrag“.
Die Umfrage führte die Puls Marktforschung GmbH im Auftrag des BfS von Januar bis März dieses Jahres unter 2.032 Menschen durch.
