Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) plant im Falle eines Weltmeistertitels für die Nationalmannschaft eine Rekordprämie für die Spieler. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig informierte darüber, dass jeder Spieler mehr als 400.000 Euro erhalten würde, genaue Zahlen würden jedoch aufgrund wirtschaftlicher Unwägbarkeiten nicht genannt. Diese Aussagen tätigte Rettig im Rahmen einer Veranstaltung des Heimatvereins „Düsseldorfer Jongens“.
Für den Fall, dass das Team den Titel gewinnt, wird die Prämie höher ausfallen als bei der WM 2022 in Katar, wo für den Titelgewinn eine Prämie von 400.000 Euro in Aussicht gestellt wurde. Zudem vergibt die FIFA an den Weltmeister 50 Millionen US-Dollar, während für den Einzug ins Finale 33 Millionen US-Dollar bereitstehen. Die höchste Prämie, die bisher ausgeschüttet wurde, erhielt die deutsche Mannschaft 2014 unter Kapitän Philipp Lahm, die 300.000 Euro pro Spieler erreichte.
Rettig wies auf verschiedene wirtschaftliche Herausforderungen hin, wie etwa den Wechselkurs des US-Dollars und unterschiedliche Steuersätze in den USA, die bei der Prämienplanung berücksichtigt werden müssen. Er betonte, dass die Höhe der Prämie davon abhängt, wie viel Geld in die Kassen des DFB strömt. In einem Gespräch mit Sportdirektor Rudi Völler und Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich wurde zudem die Leistungsbereitschaft der Spieler hervorgehoben. Diese haben signalisiert, dass sie im Vorfeld der WM ein geringeres Prämienniveau akzeptieren würden mit dem Ziel, bei erfolgreichem Abschluss später mehr zu erhalten.
Rettig kommentierte zudem die allgemeine wirtschaftliche Situation im Fußball und die finanziellen Möglichkeiten des DFB im Kontext der WM. Er erklärte, dass das Turnier für viele europäische Verbände ein Verlustgeschäft sein könnte, was ebenfalls in die Überlegungen des DFB einfließt. Dennoch zeigen sich die Entscheidungsträger optimistisch, dass es produktive Gespräche mit dem Mannschaftsrat geben wird, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den sportlichen Erfolg.