In den letzten zwei Jahren sind Verbindungen zwischen politisch motivierten Straftätern aus dem rechten Spektrum und der Organisierten Kriminalität (OK) aufgefallen. Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen wurden im Jahr 2024 zwei Gruppierungen festgestellt, die Bezüge zur rechtsextremen Kriminalität aufwiesen. In einem Fall war dies mit Menschenhandel und Ausbeutung verbunden, während im anderen Fall der Verdacht auf Rauschgiftkriminalität bestand.
Außerdem ermittelte die Polizei bei einer dritten Bande, die als Teil der rechten politisch motivierten Kriminalität eingestuft wird, Drogenhandelsaktivitäten. Bei dieser Gruppe wird vermutet, dass ihre politisch motivierten Handlungen mit kriminellen Erträgen aus der Zeit vor 2024 finanziert wurden. Im Zuge der Ermittlungen wurde ein krimineller Ertrag von rund 1,7 Millionen Euro festgestellt. Die spezifischen Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität für das Jahr 2025 werden in Kürze veröffentlicht.
Die Grünen-Abgeordnete Schahina Gambir äußerte scharfe Kritik an der als lückenhaft empfundenen Beantwortung ihrer Fraktionsanfragen bezüglich der Finanzierungsformen rechtsextremer Gruppen. Sie monierte, dass die Bundesregierung auf viele Fragen nicht eingehe oder die Antworten unter Verweis auf „Belange des Staatswohls“ nicht preisgebe. Dies betrifft unter anderem die Frage, ob es Kenntnisse über rechtsextrem eingestufte Personen in Parlamenten oder parlamentsnahen Bereichen gibt.