Die SPD hat am Freitag in Berlin angekündigt, dass sie eine Verlängerung des Tankrabatts nach dessen Auslaufen Ende Juni 2026 ablehnt. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Armand Zorn, erklärte, dass der Tankrabatt sein Ziel, kurzfristig viele Menschen zu entlasten, erreicht habe. Er wies darauf hin, dass die Maßnahme angesichts der weiterhin hohen Kosten nicht fortgeführt werden sollte. Zorn betonte, dass die Entlastung nicht zielgenau sei, da wohlhabendere Autofahrer, wie diejenigen, die einen Porsche fahren, stärker davon profitieren als Fahrer eines günstigeren Fahrzeugs.
Zusätzlich unterstützte Katharina Dröge, Co-Fraktionschefin der Grünen, diese Haltung und forderte eine Neuorientierung der Entlastungen. Sie kritisierte den Tankrabatt als unzureichend, da er hauptsächlich den Mineralölkonzernen zugutekomme. Janine Wissler, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, äußerte sich ebenfalls skeptisch gegenüber der Maßnahme und bezeichnete den Tankrabatt als ungeeignet, um Menschen vor steigenden Preisen zu schützen.
Im Gegensatz dazu sprach sich die AfD für eine Verlängerung des Tankrabatts aus. Leif-Erik Holm, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD im Bundestag, forderte eine dauerhafte Entlastung von den hohen Spritpreisen. Er merkte an, dass die staatlichen Abgaben einen erheblichen Anteil am Spritpreis ausmachten und forderte eine dauerhafte Anpassung der Steuern, um die finanziellen Belastungen der Fahrer zu reduzieren.