Der DAX startet nach einem positiven Wochenauftakt voraussichtlich mit leichten Verlusten in den heutigen Handel. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zur Eröffnung um 0,2 Prozent niedriger bei 23.503 Punkten. Am Vortag hatte der DAX noch ein Plus von 0,5 Prozent auf 23.564 Zähler erzielt.
Der Anruf eines leicht gestiegenen Ölpreises könnte die negative Tendenz verstärken. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Morgen auf 102,87 Dollar, während der Preis für US-Öl WTI auf 95,89 Dollar stieg. Der Anstieg der Ölpreise wird teilweise auf geopolitische Spannungen im Nahen Osten zurückgeführt, insbesondere im Hinblick auf die Kontrolle über die Straße von Hormus.
Ein potenzieller Lichtblick könnte der Bericht sein, dass Iran zwei unter indischer Flagge fahrende Flüssiggastanker sicher durch die strategisch wichtige Meerenge passieren ließ. Der indische Außenminister Subramanyam Jaishankar führte dies auf diplomatische Bemühungen zurück, die möglicherweise zur Entspannung im Spannungsfeld beitragen könnten.
Die asiatischen Börsen zeigten zu Beginn der Handelssitzung eine aufwärtsgerichtete Bewegung. Der Nikkei-Index in Japan stieg um 0,3 Prozent auf 53.906 Punkte, während die Börse in Shanghai unverändert blieb. Analysten bezeichneten den Anstieg als technische Gegenbewegung, ohne unmittelbar von einem neuen Aufwärtstrend zu sprechen.
Die globalen Märkte sind weiterhin durch Unsicherheiten geprägt, insbesondere angesichts bevorstehender Zinsentscheidungen wichtiger Notenbanken, darunter die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank. Es wird erwartet, dass diese ihre Geldpolitik unverändert lassen, um auf die wirtschaftlichen Entwicklungen zu reagieren.
In den USA stiegen die Kurse hauptsächlich im Technologiesektor. Der Dow Jones gewann 0,8 Prozent, während der Nasdaq um 1,2 Prozent zulegte. Besondere Aufmerksamkeit erhielten Aktien von Meta, deren Kurs um 2,3 Prozent anstieg, nachdem Berichte die Pläne des Unternehmens verkündeten, erhebliche Stellen abzubauen, um in die Entwicklung von KI-Infrastrukturen zu investieren.
Nvidia-Chef Jensen Huang kündigte an, dass das Unternehmen mit Bestellungen im Wert von mindestens einer Billion Dollar für seine KI-Chipsysteme bis Ende 2027 rechne. Diese Nachfrage verdeutlicht den anhaltenden Trend zur Nutzung von generativer KI in verschiedenen Industrien. Nvidia wird als das wertvollste börsennotierte Unternehmen weltweit betrachtet.
Parallel dazu wird über die mögliche Abschaffung der vierteljährlichen Berichtspflicht durch die US-Börsenaufsicht SEC berichtet, was Unternehmen erlauben könnte, ihre Finanzzahlen künftig nur halbjährlich zu veröffentlichen.