DB Cargo plant die Streichung von über 6.000 Stellen

DB Cargo plant die Streichung von über 6.000 Stellen

Februar 19, 2026
1 min. lesezeit

Bei DB Cargo, der Gütersparte der Deutschen Bahn, sollen 6.200 Stellen gestrichen werden. Dies entspricht fast der Hälfte der aktuell rund 14.000 Vollzeitstellen. Vorstandschef Bernhard Oswald plant diesen Maßnahmen im Rahmen von Sparauflagen, die das Unternehmen umsetzen muss. Betroffen sind nahezu alle Bereiche, einschließlich Fahrbetrieb, Disposition, Planung, Administration, Vertrieb und IT.

Der Stellenabbau ist Teil eines umfassenden Plans, um DB Cargo wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Die Tochtergesellschaft schreibt seit Jahren rote Zahlen und muss bis Ende des Jahres profitabel werden. Ein EU-Verfahren hat entschieden, dass die Deutsche Bahn keine Verluste ihrer Tochtergesellschaft ausgleichen darf. Sollte der Umstrukturierungsprozess scheitern, wird eine Zerschlagung von DB Cargo erwogen.

Im ersten Halbjahr 2025 transportierte DB Cargo zehn Prozent weniger Güter als im Vorjahr, und der Umsatz sank um neun Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Der operative Verlust verbesserte sich zwar, beträgt aber noch immer 96 Millionen Euro. Die Jahreszahlen für 2025 werden im März veröffentlicht.

Oswald verfolgt einen Strategieansatz, der bis 2030 ausgelegt ist. Ein Gutachten hierzu wird Ende Februar vorgestellt. Geplant ist, den Fokus verstärkt auf den europäischen Markt zu richten, um DB Cargo zu einem führenden europäischen Schienenlogistiker auszubauen. Da die Nachfrage in Deutschland, insbesondere aus den Sektoren Auto, Chemie und Stahl, sinkt, ist dieser Schritt notwendig, da der Wettbewerb im Güterbereich bereits etwa 60 Prozent des Marktes ausmacht.

Die Maßnahmen umfassen zusätzlich die Schließung mehrerer Instandhaltungswerke und eine schlankere Verwaltung. Trotz dieser Schritte wird Oswald jedoch anmerken, dass die Sparte weiterhin auf staatliche Förderung angewiesen sein könnte, um profitabel zu bleiben.

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