Eine Außenstelle des Bundesdigitalministeriums hat am 1. Juli 2026 in einem Gebäude an der Taubenstraße 42/43, direkt neben dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin, ihren Betrieb aufgenommen. Dies berichtete ein Ministeriumssprecher gegenüber dem „Tagesspiegel“. In dieser neuen Außenstelle wurden zwei Abteilungen des Ministeriums, unter anderem das Referat „Sicherheit und Resilienz öffentlicher Telekommunikationsnetze“, untergebracht. Ferner befinden sich dort weitere Referate, deren Arbeitsinhalte potenziell von ausländischen Geheimdiensten als interessant erachtet werden.
Laut dem Sprecher des Ministeriums wurden die Sicherheitsbehörden von Anfang an eingebunden, um empfohlene Sicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen. Diese Maßnahme folgt auf Berichte des französischen Innenministeriums, wonach russische Geheimdienste das Russische Haus in Berlin als mögliche Tarnung nutzen könnten.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter äußerte Kritik an der Standortwahl. Er bezeichnete das Russische Haus als Sicherheitsrisiko und betonte, dass ein fehlendes Risikobewusstsein hinsichtlich dieser Entscheidung nicht länger ignoriert werden dürfe.