Bahn und GDL einigen sich auf Tarifvertrag mit Gehaltserhöhung und Einmalzahlung

Bahn und GDL einigen sich auf Tarifvertrag mit Gehaltserhöhung und Einmalzahlung

Februar 27, 2026
1 min. lesezeit

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich auf einen Tarifabschluss geeinigt, der eine Gehaltserhöhung von fünf Prozent in zwei Schritten sowie eine Einmalzahlung vorsieht. Diese Einigung, die am 27. Februar 2026 bekannt gegeben wurde, erfolgt ohne die üblichen Warnstreiks. Die Löhne werden am 1. August 2026 und erneut am 1. August 2027 jeweils um 2,5 Prozent erhöht. Im April 2026 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 700 Euro, während Auszubildende 350 Euro erhalten.

Für die GDL war es zudem gelungen, eine zusätzliche Entgeltstufe für Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung durchzusetzen. Dies ist das erste Mal seit vielen Jahren, dass die Tarifverhandlungen zwischen der GDL und der Deutschen Bahn ohne Warnstreiks durchgeführt wurden.

Mario Reiß, der Bundesvorsitzende der GDL, bezeichnete den Abschluss als einen Schritt zur Verbesserung der Arbeits- und Einkommensbedingungen im Eisenbahnbereich und als Signal für die Attraktivität der Eisenbahnberufe. Martin Seiler, Personalvorstand der Deutschen Bahn, bezeichnete die Einigung als fair und tragfähig, was sowohl den Mitarbeitenden als auch dem Unternehmen Planungssicherheit bringe.

Mit dieser Einigung wird die Friedenspflicht bis Ende 2027 gewährleistet, was bedeutet, dass bis zu diesem Zeitpunkt keine Warnstreiks stattfinden werden. Die GDL kann frühestens im April 2028 erneut zu Arbeitskämpfen aufrufen.

Darüber hinaus haben die GDL und die Deutsche Bahn Fortschritte bei den Verhandlungen um das Tarifeinheitsgesetz erzielt, welches die Anwendung von Tarifverträgen anhand von Mitgliederzahlen der Gewerkschaften regelt. Ab Januar 2027 wird die von der GDL ausgehandelte Entgelttabelle auch für GDL-Mitglieder in Betrieben gelten, in denen sie nicht die Mehrheit haben. Diese Regelung umfasst mehrere Tochtergesellschaften der Deutschen Bahn und wird bis Ende 2030 gelten.

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