Der VfL Wolfsburg hat am Sonntag eine deutliche Niederlage beim VfB Stuttgart hinnehmen müssen. Mit 0:4 (0:3) unterlagen die Niedersachsen und rutschen weiter in die Abstiegszone der Bundesliga. Für Trainer Daniel Bauer wird die Situation zunehmend prekär, da es die siebte Partie ohne Sieg für sein Team war.
Vor 57.500 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena konnte der VfB Stuttgart seine Europapokal-Ambitionen untermauern. Deniz Undav (21. Minute) und Jamie Leweling (30. und 42. Minute) sorgten früh für eine klare Führung, die Nikolas Nartey in der Nachspielzeit (90.+5) auf 4:0 ausbaute. Das Ergebnis fiel angesichts der Überlegenheit der Gastgeber noch vergleichsweise milde aus.
Vor dem Spiel erhielt Bauer von Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph noch die „100-prozentige Rückendeckung“. Nach der deutlichen Niederlage dürften diese Aussagen jedoch unter Druck stehen. Die Defensivarbeit der Wolfsburger war von Beginn an unzulänglich. Stuttgart, das ohne den verletzten Josha Vagnoman und Abwehrchef Jeff Chabot antreten musste, dominierte die Partie und ließ Wolfsburg kaum zur Entfaltung kommen.
Der VfL schaffte es nicht, gefährliche Aktionen zu setzen. Einzig Lovro Majer vergab eine klare Chance, indem er vor Torhüter Alexander Nübel verzweifelte. Trainer Bauer versuchte mit einem frühen Dreifachwechsel und der Einwechslung von Neuzugang Kento Shiogai frischen Wind ins Spiel zu bringen, doch diese Maßnahmen zeigten keine Wirkung. Auch ein strittiges Handspiel von Konstantinos Koulierakis im eigenen Strafraum blieb ohne Konsequenzen.
In der zweiten Halbzeit kontrollierte Stuttgart die Begegnung weiterhin und hätte durch weitere Chancen das Ergebnis noch höher gestalten können, während der VfL schlussendlich ohne jeglichen Torerfolg blieb.