Der DAX ist am Montag unter die Marke von 25.000 Punkten gefallen und steuert jetzt auf die 24.000 Zähler zu. Vor dem Xetra-Start taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex um ein Prozent niedriger bei 24.395 Punkten. Zum Beginn der Woche musste der DAX einen Rückgang von 2,4 Prozent auf 24.672 Punkte hinnehmen.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, insbesondere der ohnehin eskalierende Konflikt mit dem Iran, verstärken die Besorgnis der Anleger über mögliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Militärische Aggressionen sowohl von den USA und Israel als auch iranische Gegenangriffe haben die Märkte verunsichert. Experten der NordLB warnen, dass diese militärische Eskalation die Risiken für die Weltwirtschaft erheblich erhöht.
Anleger zeigen sich zunehmend besorgt über eine potenzielle Energiekrise. Die Angriffe des Iran auf militärische Infrastrukturen in den Golfstaaten und mögliche Vergeltungsmaßnahmen verschärfen die Situation weiter. Die Nordsee-Sorte Brent hat sich auf 78,83 Dollar pro Barrel erhöht, während US-Leichtöl WTI um ein Prozent auf 71,97 Dollar anstieg. Eine Sprecherin der iranischen Revolutionsgarden verkündete, dass die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr gesperrt sei und das Land jedes Schiff angreifen werde, das versuche, diese zu passieren.
In den USA hingegen blieben die Börsen stabil. Der Dow Jones schloss unverändert bei 48.904 Punkten, während der S&P 500 ebenfalls kaum Veränderungen aufwies. Der Technologieindex Nasdaq stieg sogar um 0,4 Prozent auf 22.748 Punkte.
In Japan sieht die Lage jedoch anders aus. Der Nikkei-Index fiel um 2,5 Prozent. Analysten betonen, dass die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und den Risiken, die sich aus dem Iran-Konflikt ergeben, die Märkte stark belasten könnten.