Asien hat am Mittwoch mit neuen Höchstständen an den Börsen aufgewartet. Insbesondere der japanische Nikkei-Index erreichte mit einem Anstieg um bis zu 2,2 Prozent einen Rekordwert von 66.428 Punkten, was vor allem Kursgewinnen bei Chipwerten zuzuschreiben ist. Die Aktien des Halbleiterausrüsters Tokyo Electron und des Herstellers von Chip-Testanlagen Advantest legten jeweils um mehr als fünf Prozent zu.
Im Vorfeld des Handels wird der DAX, der deutsche Leitindex, am Vormittag um rund 0,2 Prozent höher erwartet, was den Index auf 25.229 Punkte bringen würde. Das bisherige Rekordhoch von 25.507 Punkten aus dem Januar bleibt im Fokus. Gute Vorgaben kommen aus den USA, wo der Nasdaq 100 erstmals die Marke von 30.000 Punkten überschritt und um 1,8 Prozent auf 30.001 Punkte anstieg.
Die positiven Märkte in den USA und Asien spiegeln einen Optimismus wider, der auch durch die Entwicklungen im Iran-Krieg genährt wird. Trotz neuer Angriffe im Iran und im Libanon zeigen sich die Märkte resilient, da Investoren auf Fortschritte in den Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts hoffen. Marktbeobachter äußern sich vorsichtig optimistisch hinsichtlich eines möglichen Abkommens, während Analysten darauf hinweisen, dass in der Vergangenheit bereits zahlreiche Rückschläge diese Verhandlungen geprägt haben.
Gleichzeitig wird erwartet, dass die Wirtschaftsweisen in ihrem Frühjahrsgutachten der Bundesregierung die Konjunkturprognose für Deutschland senken werden. Die Lessons aus dem Iran-Krieg, insbesondere die Auswirkungen auf die Energiepreise und die Inflation, sind dabei von zentraler Bedeutung. Die Bundesregierung hatte zuletzt eine Wachstumsprognose von nur 0,5 Prozent für 2026 veröffentlicht, was auf die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen hinweist.