Die Börsen in Asien und den USA verzeichneten den zweiten Tag in Folge Kursgewinne. Diese Entwicklung ist auf die Hoffnung auf eine Einigung im Iran-Konflikt sowie auf fallende Ölpreise zurückzuführen. Der DAX wird hingegen am deutschen Aktienmarkt an diesem Donnerstag vorsichtiger erwartet, mit einem prognostizierten Rückgang von 0,1 Prozent im Vergleich zum Dienstag.
Am Dienstag schloss der DAX noch mit einem Plus von knapp 1,3 Prozent, nachdem Marktteilnehmer durch Äußerungen über ein mögliches Ende des Iran-Kriegs zuversichtlich gestimmt wurden. Analysten betonen, dass die beeindruckende Kursentwicklung bei Risikoanlagen darauf hindeutet, dass die Märkte bereit sind, über die unmittelbaren Auswirkungen des Konflikts hinwegzusehen.
Die Anleger dürften am Donnerstag die weiteren Entwicklungen im Iran abwarten. Vizepräsident JD Vance erklärte, dass Präsident Donald Trump anstrebe, im Laufe der Woche Friedensgespräche in Islamabad fortzusetzen. Trump selbst äußerte die Überzeugung, dass der Iran-Konflikt „fast vorbei“ sei. Börsenanalytiker sehen die künftige Marktbewegung stark von den Fortschritten in den Verhandlungen ab, weshalb der DAX erst einmal im Bereich um die 24.000 Punkte stabil bleiben könnte.
In den USA schloss der Dow Jones am Dienstag mit einem Plus von 0,7 Prozent. Ebenso stieg der S&P 500 um 1,2 Prozent, und der Nasdaq verbuchte sogar einen Zuwachs von 2,0 Prozent. Dieses Aufwärtspotenzial wird durch den gesunkenen Ölpreis unterstützt, der aktuell bei etwa 94,5 Dollar pro Barrel liegt, deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar.
Mit Blick auf die globalen Ereignisse plant die Weltbank, betroffenen Staaten im Nahen Osten innerhalb der nächsten 15 Monate zwischen 80 und 100 Milliarden Dollar an Finanzhilfen bereitzustellen. Dies zeigt die Besorgnis über die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. Der IWF hat seine Wachstumsprognosen aufgrund der steil gestiegenen Energiepreise bereits nach unten korrigiert.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Hoffnungen auf Frieden und stabilere Ölpreise die Märkte beeinflussen, während Anleger auf weitere Informationen zur politischen Lage im Iran warten.