Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 23. Juli 2026 neue Entwürfe für Euro-Banknoten vorgestellt, die es der Bevölkerung der Eurozone ermöglichen, an der Gestaltung mitzuwirken. Die neuen Banknoten, die ab Ende 2028 eingeführt werden sollen, brechen mit dem bisherigen Design und orientieren sich entweder an berühmten europäischen Persönlichkeiten oder an typischen europäischen Flüssen und Vögeln.
Insgesamt wurden 120 Designs präsentiert, bestehend aus 60 Vorder- und 60 Rückseiten. Diese wurden von einem Auswahl-Gremium aus Tausenden von Vorschlägen ausgewählt. Die neue Banknotenserie wird weiterhin sechs Nennwerte umfassen, von fünf bis 200 Euro.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte die Entwürfe im Eurotower in Frankfurt am Main vor. Die endgültige Entscheidung über die Motive soll im Dezember 2026 vom EZB-Rat getroffen werden. Die Bürgerinnen und Bürger können auf der Internetseite der EZB ihre Präferenzen äußern.
Der designierte Entwurf sieht zwei Hauptserien vor: Eine Serie, die europäische Persönlichkeiten zeigt, darunter Komponisten wie Ludwig van Beethoven und Wissenschaftler wie Marie Curie, auf der Vorderseite; und eine zweite Serie, die Flüsse und Vögel abbildet, auf der Rückseite europäischer Institutionen wie dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission.
Die neuen Banknoten sollen zwar in Form und Farbe den alten Scheinen ähneln, jedoch mit modernisierten Sicherheitsmerkmalen ausgestattet werden, um Fälschungen zu erschweren. Die EZB beabsichtigt, mit den neuen Designs eine stärkere Identifikation der Bürger mit ihrer Währung zu fördern und alte Motive, die traditionell verwendet wurden, abzulehnen.
Der Wechsel zu neuen Banknoten erfolgt nach intensiven Tests und Sicherheitsproceduren. In der Vergangenheit gab es Klagen über die Sicherheit der gegenwärtigen Banknoten, was den Druck auf die EZB erhöht, eine umfassende Überarbeitung des Designs vorzunehmen.