Über das Vermögen der Hamburger Gewürz- und Delikatesskette Violas‘ GmbH hat das Amtsgericht Hamburg das Insolvenzverfahren eröffnet. Das Verfahren läuft seit dem 1. Oktober.
Violas‘ betreibt nach Angaben aus dem Verfahren 25 Läden in Deutschland in 20 Städten, darunter Hamburg, Köln, Berlin und Essen. Das Unternehmen war bereits im August in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Hamburger Rechtsanwalt Dr. Gideon Böhm. Zuvor war Anfang August eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet worden.
Nach einem Bericht soll nur die Zentrale betroffen sein; die Franchisebetriebe sollen weiter beliefert werden und der Geschäftsbetrieb fortgesetzt werden. Gläubiger können ihre Forderungen noch bis zum 2. November beim Insolvenzverwalter anmelden.
Nach Angaben aus dem Verfahren bleibt das Ziel, das Geschäft über eine Investorenlösung zu retten. Ob das gelingt, ist offen. Böhm sagte, Gespräche mit Interessenten würden intensiv fortgeführt.
Das Unternehmen beschäftigt rund 25 Mitarbeiter, deren Löhne nach dem Ende des dreimonatigen Insolvenzgeldes wieder vom Unternehmen gezahlt werden sollen. Eine Gläubigerversammlung ist für den 2. Dezember am Amtsgericht Hamburg angesetzt.
Violas‘ wurde am 11. November 1997 von Viola Fuchs gegründet und wird als Familienunternehmen in dritter Generation beschrieben. Produziert werden Gewürze und Spezialitäten in einer kleinen Manufaktur in Hamburg.
