Hände in Schutzhandschuhen setzen ein Werkzeug in eine industrielle Maschinenhalterung ein.
Ein Maschinenbauer bei der Arbeit (Symbolbild): Pedax hatte schon einmal Insolvenz beantragt. (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Pedax beantragt erneut Insolvenzverfahren in Bitburg

Oktober 28, 2026
1 min. lesezeit

Der Maschinenbauer Pedax aus Bitburg hat erneut die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Als Stichtag ist der 1. November vorgesehen.

Nach Angaben von Insolvenzanwalt Phillip-Boie Harder von der Kanzlei Anure in Düsseldorf befindet sich das Unternehmen damit zum zweiten Mal innerhalb von 13 Jahren in einem Insolvenzverfahren. Pedax beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter.

Als Gründe nennt Harder hohe Zinsen, explodierende Baukosten und niedrige Stahlpreise, die die Investitionsbereitschaft der Kunden gedämpft haben sollen. Er sagte: „Das Baugewerbe ist seit mehreren Jahren eine kritische Branche“.

Der Betrieb am Standort Bitburg läuft trotz der angespannten Lage weiter. Die Beschäftigten erhalten derzeit Insolvenzgeld.

Pedax gilt in der Eifel als „Hidden Champion“. Das Unternehmen stellt Betonstahlverarbeitungsmaschinen her; seine Geschichte reicht bis in die 1920er-Jahre zurück. Der Standort Bitburg besteht seit rund 50 Jahren, den Namen Pedax trägt das Unternehmen seit der Jahrtausendwende.

Seit 2020 gehört Pedax dem dänischen Unternehmer Ivan Bjerg-Larsen. Bereits 2013 hatte das Unternehmen einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt und sich damals erfolgreich saniert.

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