Im Jemen sind seit Beginn der Kämpfe 201.217 Menschen vertrieben worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch mit. Die Organisation bezifferte die Zahl der betroffenen Haushalte auf 33.776.
Nach Angaben der IOM hatte die Lage sich zuletzt rasch verschärft. Mitte September zählte die Organisation noch 76.000 Vertriebene, bis zum Ende des Monats waren es mehr als 145.000.
Der humanitäre Hilfsplan für den Jemen ist nach IOM-Angaben nur zu 20 Prozent finanziert. Vorräte gingen zur Neige, während der Bedarf schneller wachse als die verfügbaren Ressourcen.
IOM-Generaldirektorin Amy Pope sagte: „Jeden Tag treffen unsere Teams auf Familien, die alles verloren haben.“ Sie fügte hinzu: „Die Menschen fliehen um ihr Leben und finden keinen sicheren Ort, an den sie gehen können.“
Die IOM rief die internationale Gemeinschaft zu sofortigen Finanzhilfen auf. Zugleich forderte sie die Konfliktparteien auf, Zivilisten und Hilfskräfte zu schützen und sicheren sowie ungehinderten Zugang zu Menschen in Not zu gewährleisten.
Die Vertreibung fällt laut Bericht in eine Phase intensiver Kämpfe zwischen jemenitischen Regierungstruppen und den Huthi. Die Gewalt konzentriert sich unter anderem auf Gebiete an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab sowie auf die Region um Taiz.
