Saudi-Arabien hat seine Ölpreise für den November gesenkt, allerdings nur für den asiatischen Markt. Für Europa werden die Preise angehoben, in den USA bleiben sie unverändert.
Arab Light Crude Oil wird in Asien im November zu einem Abschlag von fünf Dollar je Barrel gegenüber dem Durchschnittspreis in Oman oder Dubai angeboten. Das sind drei Dollar weniger als bisher. Bei Arab Medium und Arab Heavy sinkt der Preis für asiatische Kunden um fünf Dollar gegenüber dem Vormonat.
Laut Reuters sollen die Preissenkungen Käufer für die hohen Frachtkosten kompensieren. Am Freitag kostete die Buchung eines großen Rohöltankers, der zwei Millionen Barrel Öl vom Golf nach China befördern kann, nach LSEG-Daten 1,2 Millionen Dollar pro Tag. Vor einem Jahr waren es demnach etwa 80.000 Dollar pro Tag.
Für Europa sieht die neue Preisliste eine Erhöhung von drei Dollar je Barrel für alle Sorten vor. Reuters zufolge hatten Analysten eigentlich mit einem Preisanstieg von fünf Dollar gerechnet.
Europa ist für Aramco nur ein kleiner Absatzmarkt und kommt auf einen Anteil von etwa sieben Prozent. Der Artikel stellt den Schritt außerdem in den Zusammenhang mit Problemen Saudi-Arabiens, Öl auf den Weltmarkt zu bringen.
Seit September wird demnach Öl von eigenen Schiffen auf Handelsschiffe im Roten Meer verladen. Nach Darstellung des Artikels erreichte das Land damit wieder fast das Niveau vor dem Krieg und konnte Kunden hohe Versicherungskosten für eine Passage der Straße von Hormus ersparen.
Auch lange Wartezeiten beim Verladen im ägyptischen Hafen Sidi Kerir sollen mit den Preisänderungen berücksichtigt werden.
