Der CDU-Landesvize in Sachsen-Anhalt, Marco Tullner, lehnt eine Wahl des AfD-Politikers Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten ab. Zugleich wird weiter über mögliche Stimmen aus anderen Fraktionen für eine Wahl im Dezember berichtet.
Tullner sagte dem Nachrichtenportal t-online: „Wir als CDU sollten Ulrich Siegmund auf keinen Fall zum Ministerpräsidenten wählen. Wir sind Opposition und keine AfD-Hilfstruppe“.
Der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Räuscher sprach sich gegenüber dem Tagesspiegel dafür aus, Siegmund im Dezember zum Regierungschef zu wählen. Er sagte: „Das Wahlergebnis verlangt, dass Herr Siegmund Ministerpräsident wird. Die CDU sollte seine Wahl ermöglichen“.
Siegmund will sich im Dezember nur im ersten Wahlgang zur Wahl stellen. Für die notwendige Mehrheit benötigt er mindestens 42 Stimmen.
Die AfD verfügt im Landtag Sachsen-Anhalt über 39 Mandate und ist damit stärkste Kraft, verfehlt aber die absolute Mehrheit. Das BSW hat angekündigt, sich bei der Ministerpräsidentenwahl zu enthalten.
Damit wäre Siegmund auf mindestens drei Stimmen aus anderen Fraktionen angewiesen. AfD und BSW kommen zusammen auf 44 Mandate.
