Bahnchefin Palla plant umfassende Neuausrichtung des Konzerns in drei Phasen

Bahnchefin Palla plant umfassende Neuausrichtung des Konzerns in drei Phasen

Juni 25, 2026
1 min. lesezeit

Die Deutsche Bahn plant eine umfassende Neuausrichtung, wie Bahnchefin Evelyn Palla in einer Mitteilung bekannt gab. Der Fokus soll künftig auf der Steigerung von Zuverlässigkeit und Qualität für Fahrgäste liegen, anstatt auf der Verdopplung der Reisendenzahlen. Diese neue Strategie wurde bei einem Aufsichtsratstreffen vorgestellt und markiert einen radikalen Kurswechsel.

Die Bahn hat sich von unrealistischen Zielen verabschiedet und strebt nun eine betriebliche Leistungsfähigkeit an. Die Pünktlichkeitsziele wurden deutlich gesenkt; bis in die 2030er Jahre soll eine Fernverkehrspünktlichkeit von mindestens 80 Prozent erreicht werden. Dies erfolgt im Kontext anhaltender Krisen, die durch mangelnde Pünktlichkeit und ein marodes Schienennetz geprägt sind.

In der Neuausrichtung wird die Verantwortung für Qualität stärker auf regionale Managerinnen und Manager übertragen, während eine zentrale Steuerungseinheit bestehen bleibt. Voraussichtlich werden etwa 30 Prozent der rund 3.500 Stellen in der Konzernleitung abgebaut, um die Struktur zu verschlanken.

Der Umbau erfolgt in drei Phasen. Im laufenden Jahr wird die Grundlage für die Neuausrichtung gelegt. Die Sanierung des Schienennetzes soll von 2027 bis 2030 im Fokus stehen. In der finalen Phase bis 2035 sollen Fahrgäste spürbare Verbesserungen in der Qualität und Pünktlichkeit erleben.

Zudem erwartet die Deutsche Bahn im aktuellen Jahr erstmals seit längerer Zeit ein positives Ergebnis nach Steuern und rechnet mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses um über eine Milliarde Euro bis 2030. Michael Obrowski wird ab dem 1. September neuer Finanzvorstand, nachdem die Position im März durch den überraschenden Abgang von Karin Dohm frei wurde.

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