Deutschland und die Ukraine haben bei den ersten gemeinsamen Regierungskonsultationen seit über 20 Jahren eine strategische Partnerschaft vereinbart. Dies wurde am 14. April 2026 im Kanzleramt von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekannt gegeben. Merz betonte, dass beide Länder ihre bilateralen Beziehungen vertiefen und in die gemeinsame Zukunft investieren wollen.
Die Vereinbarungen umfassen umfassende Unterstützungsleistungen in den Bereichen Luftverteidigung, militärische Ausrüstung und Artilleriemunition. Merz wies darauf hin, dass die Erfahrungen der Ukraine in der Verteidigung nicht nur für die Ukraine selbst, sondern auch für die Sicherheit Deutschlands und Europas von Bedeutung sind. „Keine Armee in Europa ist in den letzten Jahrzehnten im Kampf so erprobt worden, wie die Ukraine“, sagte Merz.
Zusätzlich wurden mehrere Absichtserklärungen unterzeichnet, die den Austausch von digitalen Gefechtsdaten zur Entwicklung neuer Waffensysteme umfassen. Beide Länder haben sich auch auf eine enge Zusammenarbeit bei der Digitalisierung und Modernisierung staatlicher Dienstleistungen verständigt. Eine neue Vereinbarung zum industriellen Wiederaufbau wurde ebenfalls getroffen, um die Zusammenarbeit in der Landwirtschaft, der Wasserstoff-Infrastruktur und im Bereich kritischer Rohstoffe zu intensivieren.
Die Gespräche und Beschlüsse markieren einen wichtigen Schritt in den Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine und werden vermutlich weitreichende Auswirkungen auf die bilaterale Zusammenarbeit in den kommenden Jahren haben.