Jan van Aken gibt sein Amt als Co-Vorsitzender der Linken im Juni ab. Dies kündigte er am 15. April 2026 in Berlin an. Die Entscheidung erfolgt aus gesundheitlichen Gründen. Van Aken, der ursprünglich gemeinsam mit seiner Co-Vorsitzenden Ines Schwerdtner beim kommenden Parteitag zur Wiederwahl antreten wollte, kann dies nun nicht wahrnehmen.
„Anders als bislang geplant, kann ich leider im Juni auf dem Bundesparteitag der Linken nicht wieder als Parteivorsitzender antreten“, teilte van Aken mit. Trotz der gesundheitlichen Herausforderungen macht er deutlich, dass es sich nicht um eine lebensbedrohliche Krankheit handelt. Er betonte, dass er während der verbleibenden Amtszeit im Bundestag aktiv bleiben werde, da er über die Hamburger Landesliste in das Parlament eingezogen ist. Auch der Partei wolle er weiterhin zur Verfügung stehen.
Van Aken und Schwerdtner hatten im Oktober 2024 die Parteiführung übernommen, als die Linke in einer tiefen Krise steckte und Umfragewerte von zwei bis drei Prozent verzeichnete. Unter ihrer Führung gelang es der Partei, sich zu stabilisieren und bei der Bundestagswahl 2025 mit 8,8 Prozent wieder ins Parlament einzuziehen. „Mir fällt dieser Schritt sehr schwer, weil ich es immer anders geplant hatte“, erklärte van Aken weiter und bedankte sich bei Schwerdtner für die Zusammenarbeit. Trotz der Fortschritte sei die Partei bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz jedoch an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.