Bundeskanzler Friedrich Merz hat die internen Konflikte der schwarz-roten Koalition kritisiert und versichert, dass die Diskussionen produktiver verlaufen sollten. Bei einer Rede auf dem Deutschen Katholikentag in Würzburg äußerte Merz: „Zur Demokratie gehört Streit, aber der Streit muss zu Ergebnissen führen.“ Er räumte ein, dass es aktuell möglicherweise zu viel Streit und zu wenig Ergebnisse gebe.
Zudem betonte Merz die Bedeutung der Toleranz im politischen Diskurs. Es stelle sich die Frage, ob in Deutschland die Fähigkeit vorhanden sei, einander zuzuhören und unterschiedliche Ansichten zu akzeptieren. Er forderte, die politischen Akteure sollten gemeinsam Lösungen in der politischen Mitte finden.
Merz verteidigte die Demokratie als wertvolles System und wies auf die Vorteile hin, die sie im Vergleich zu autoritären Regierungen biete. „In der Diktatur geht’s schneller, aber meistens falsch“, sagte er und forderte ein gemeinsames Verständnis für die demokratischen Strukturen in Deutschland. Er unterstrich die Stabilität des Landes und bezeichnete diese als eine zentrale Aufgabe seiner Kanzlerschaft.