In der Aufsichtsratssitzung der Volkswagen AG in Wolfsburg wird voraussichtlich ein Plan beschlossen, der die Schließung von vier Werken in Deutschland und den Abbau von rund 100.000 Arbeitsplätzen weltweit bis zu Beginn der 2030er Jahre vorsieht. Dies geschieht vor dem Hintergrund sinkender Verkaufszahlen und einer notwendigen Umstrukturierung des Unternehmens.
Die AfD-Bundessprecherin Alice Weidel äußerte sich kritisch zu den Entwicklungen und argumentierte, dass die hohen staatlichen Anteile an Volkswagen die drakonischen Sparmaßnahmen in die Zukunft verschoben hätten. Sie betonte, dass Volkswagen aktuell zu wenig Fahrzeuge verkaufe. Besonders die Umstellung auf Elektrofahrzeuge in Deutschland und Europa sei angesichts hoher Arbeits- und Energiekosten weniger erfolgreich als erwartet.
Trotz staatlicher Subventionen für den Verkauf von Elektrofahrzeugen, würden Verbraucher in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten häufig preiswertere Modelle asiatischer Hersteller bevorzugen. In den letzten Monaten hätten bereits zehntausende Mitarbeiter in der deutschen Automobilbranche ihre Arbeitsplätze verloren. Dies sei das Resultat politischer Entscheidungen unter den Regierungen von Angela Merkel, Olaf Scholz und Friedrich Merz, die einen intensiven Wandel hin zur Elektromobilität forciert hätten.
Weidel unterstrich, dass die ideologische Förderung der Elektromobilität die technologische Führungsposition der deutschen Automobilindustrie gefährde und letztlich zu einem Überangebot an ungenutzten Werkshallen führen würde. Sie kritisierte zudem die „umfassende Transformation“ von Volkswagen als schädlich für den Industriestandort Deutschland.
Die AfD lehnt die aktuellen Maßnahmen als unverhältnismäßig ab und befürwortet die Einführung realistischer CO2-Grenzwerte in der Europäischen Union. Die Aussage, dass jeder Bürger selbst entscheiden müsse, wie er sich fortbewege, schloss sie mit ein.