DAX gibt leicht nach – Deutsche Bank stützt Index mit guten Zahlen

DAX gibt leicht nach – Deutsche Bank stützt Index mit guten Zahlen

Juli 29, 2026
1 min. lesezeit

Der DAX startete am 29. Juli 2026 in den Handel mit einer leichten Abwärtsbewegung, bedingt durch die erneuten militärischen Spannungen im Iran-Krieg. Berichten zufolge hat das iranische Militär US-Militärstandorte in Jordanien attackiert, während die USA zusammen mit Saudi-Arabien gegen pro-iranische Milizen im Irak vorgingen. Diese Entwicklungen trugen zu einem Anstieg der Ölpreise bei. Brent-Öl verteuerte sich um über drei Prozent auf über 84 Dollar.

Obwohl die Deutsche Bank mit erfreulichen Quartalszahlen glänzte und zunächst einen positiven Einfluss auf den DAX ausübte, driftete der Index im späten Vormittag ins Minus. Das Vorsteuerergebnis der Deutschen Bank lag mit 2,68 Milliarden Euro nahezu auf Rekordniveau, nur leicht unter dem Ergebnis des Rekordjahres 2007. Unter dem Strich erzielte die Bank einen Gewinn von 1,64 Milliarden Euro, was einem Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Im asiatischen Handel belasteten steigende Energiepreise die Märkte erheblich. Der japanische Nikkei-Index fiel um 1,5 Prozent, während der südkoreanische Kospi-Index sogar um sechs Prozent einbrach. Besonders Technologiewerte waren betroffen, und der Abwärtstrend bei Chiptiteln setzte sich fort.

In den USA verzeichnete die Nasdaq am Vortag nur einen moderaten Rückgang von 0,2 Prozent, während der Dow Jones um ein Prozent zulegte. Marktanalysten richten heute ihren Fokus auf die bevorstehenden Quartalszahlen von Microsoft und Meta, die als wichtige Indikatoren für die Entwicklung der KI-Rally gelten und nach Börsenschluss erwartet werden.

In der geldpolitischen Agenda steht am Abend die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an. Experten gehen davon aus, dass der Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent bleiben wird. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh hat zuletzt seine Entschlossenheit bekräftigt, die Inflation zu bekämpfen.

Parallel zu den Entwicklungen an den Märkten hat die RWE AG ihre Gewinnprognose für das laufende sowie das nächste Jahr angehoben, was dem Kurs Auftrieb gibt. Die BASF verzeichnet Fortschritte in ihrem umfangreichen Sparprogramm und hat weltweit etwa 7.000 Stellen abgebaut. Im Gegensatz dazu steht BMW, das angekündigt hat, rund 8.000 Arbeitsplätze weltweit abzubauen, um auf die anhaltenden Herausforderungen in der Automobilbranche zu reagieren.

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