Zehntausende demonstrieren beim CSD in Hamburg trotz angespannter Sicherheitslage

Zehntausende demonstrieren beim CSD in Hamburg trotz angespannter Sicherheitslage

August 2, 2026
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Eine Woche nach dem Terroranschlag am Rande der Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten in Berlin demonstrierten in Hamburg zehntausende Menschen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Unter dem Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“ zog eine Parade mit 60 Lastwagen durch die Innenstadt. Nach Angaben der Polizei und der Veranstalter waren rund 300.000 Teilnehmer anwesend, mehr als im Vorjahr, als etwa 260.000 Menschen kam.

Prominente Vertreter der queeren Community, darunter die Dragqueen Olivia Jones, sowie Politiker von SPD und Grünen, darunter der SPD-Bundestagsfraktionschef Matthias Miersch, beteiligten sich an der Veranstaltung. Miersch äußerte den Wunsch, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen Christopher Street Day besuchen sollte, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Die Hamburger Polizei hatte die Sicherheitsmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr verstärkt, wobei doppelt so viele Beamte im Einsatz waren. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey berichteten 38 Prozent der Befragten von einem gesunkenen Sicherheitsgefühl, 54 Prozent schätzten ihr Gefühl als unverändert ein.

Parallel zu den Feierlichkeiten in Hamburg fanden auch in anderen Städten, wie Bonn, sowie international in Amsterdam und im britischen Brighton ähnliche Veranstaltungen statt. In Amsterdam richtete sich der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten an junge LGBTIQ-Personen und ermutigte sie, sich offen zu bekennen.

Aktuell belastet der islamistische Anschlag in Berlin das Sicherheitsempfinden der Gesellschaft. Der Täter, Abdul B., hatte mit einem Auto Passanten angefahren und mehrere Personen mit einer Machete attackiert, was zu einem Todesfall und zahlreichen Verletzten führte.

Der Christopher Street Day hat seine Wurzeln in den Aufständen von 1969 im New Yorker Stonewall Inn und wird weltweit gefeiert. Die Veranstaltung in Hamburg und anderen Städten ist eine Demonstration für die Rechte und Sichtbarkeit der queeren Community.

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