Airbus übertrifft Finanzziele, kämpft jedoch mit Lieferproblemen

Airbus übertrifft Finanzziele, kämpft jedoch mit Lieferproblemen

Februar 19, 2026
1 min. lesezeit

Airbus hat im Jahr 2025 trotz zahlreicher Herausforderungen mit der Lieferkette einen Umsatzanstieg von sechs Prozent verzeichnet. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen beträgt 7,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Gleichzeitig schlägt der Konzern eine leicht erhöhte Dividende von 3,20 Euro pro Aktie vor. Diese Zahlen wurden am 19. Februar 2026 von CEO Guillaume Faury in Toulouse präsentiert.

Trotz dieser positiven Entwicklung leidet Airbus weiterhin unter wiederholten Störungen in der Lieferkette, die seit der Corona-Pandemie anhalten. Insbesondere der Mangel an Triebwerken, die von dem US-amerikanischen Zulieferer Pratt & Whitney geliefert werden sollten, stellt ein erhebliches Problem dar. Faury äußerte sich kritisch über die Unfähigkeit des Unternehmens, die vereinbarte Zahl an Motoren bereitzustellen, was negative Auswirkungen auf die Produktionsziele von Airbus hat. Dies betrifft vor allem die A320-Familie, wo die Produktionspläne erheblich behindert werden.

Airbus hatte im vergangenen Jahr das Ziel von 820 ausgelieferten Flugzeugen nicht vollständig erreicht. Bisherige Qualitätsschwierigkeiten mit Rumpfverkleidungen führten bereits zu Aktienbewegungen. Faury überprüft rechtliche Schritte gegen Pratt & Whitney, um die Vertragserfüllung sicherzustellen. Marktbeobachter haben festgestellt, dass Airbus zunehmend Schwierigkeiten hat, seine Position gegenüber großen Zulieferern durchzusetzen, was den Wettbewerbsdruck im globalen Markt erhöhen könnte.

Trotz der Lieferprobleme bleibt die Nachfrage nach Airbus-Flugzeugen stark. Der Konzern meldet über 8.700 offene Bestellungen, ausreichend, um die Produktionskapazitäten der nächsten zehn Jahre zu sichern. Airbus plant, die Auslieferungen im laufenden Jahr um zehn Prozent auf 870 Flugzeuge zu steigern, was den Anschluss an die Produktionszahlen vor der Pandemie ermöglichen soll. Während Boeing im vergangenen Jahr wieder mehr Bestellungen als Airbus verzeichnen konnte, bleibt Airbus in der Produktion vor dem US-Konkurrenten.

Die Rüstungsdivision von Airbus hat ebenfalls zur positiven Geschäftsentwicklung beigetragen. Im Zusammenhang mit dem prestigeträchtigen FCAS-Projekt (Future Combat Air System) ist Airbus bereit, eine führende Rolle in der Entwicklung zu übernehmen, sofern entsprechende Aufträge von den Regierungen ausgehen. Es wird jedoch vermutet, dass die Zusammenarbeit zwischen Airbus und dem französischen Hersteller Dassault aufgrund der unterschiedlichen Interessen ins Stocken geraten ist.

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