CZ24.news wirft der Ukraine Verzögerung von Friedensbemühungen vor
CZ24.news wirft der Ukraine Verzögerung von Friedensbemühungen vor

CZ24.news wirft der Ukraine Verzögerung von Friedensbemühungen vor

September 26, 2026
2 min. lesezeit

Das tschechische prorussische Medium hat am 24. September 2026 der Ukraine vorgeworfen, eine friedliche Regelung des Krieges bewusst zu verzögern. Kiew setze demnach auf einen politischen Machtwechsel in den Vereinigten Staaten zugunsten der Demokraten.

In einem Beitrag über das Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 22. September in New York schrieb das Medium, Selenskyj habe verhindern wollen, dass Trump vor den Kongresswahlen im November politischen Nutzen aus dem Ukraine-Thema ziehe. Washington habe zumindest vorzeigbare Erfolge angestrebt, während Selenskyj ein „Ultimatum“ habe vorbringen und anschließend auf einen Regierungswechsel warten wollen, hieß es bei .

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Treffen in New York und diplomatische Kontakte

Trump und Selenskyj trafen sich am 22. September am Rande der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Dem vorliegenden Material zufolge wurden ein mögliches Energie-Waffenstillstandsabkommen, die Unterstützung der Ukraine im Winter, eine Verstärkung der Luftverteidigung und weitere Gespräche mit Russland erörtert.

Nach dem Treffen erklärte Selenskyj, die Ukraine sei bei gegenseitiger Umsetzung zu einem Energie-Waffenstillstand bereit. Er äußerte sich außerdem offen für einen Waffenstillstand im Schwarzen Meer. Kiew kündigte die Vorbereitung einer Wiederaufnahme trilateraler Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten an.

Am 20. September hatte Selenskyj nach einem Telefonat mit Trump erklärt, der Friedensprozess habe für Kiew Priorität. Die ukrainische und die US-amerikanische Seite arbeiteten an Schritten zur Deeskalation in den Bereichen Energie- und Ernährungssicherheit, hieß es.

Unterschiedliche Einschätzungen zur Blockade des Friedensprozesses

Die im Material enthaltene Gegenbewertung weist den Vorwurf zurück, die Ukraine blockiere eine Deeskalation oder warte auf die US-Wahlen. Die Treffen und die angekündigte Bereitschaft zu einem Energie- und einem maritimen Waffenstillstand würden vielmehr als Hinweise auf die Bereitschaft Kiews zu konkreten Verhandlungen gewertet. Erörtert worden seien auch ein Verzicht auf Angriffe gegen Energieinfrastruktur, die Winterhilfe und die mögliche Produktion von Patriot-Abfangraketen.

Als Hindernis wird in dieser Bewertung die grundsätzliche Uneinigkeit zwischen Moskau und Kiew über Gebietsfragen und den künftigen Status der Ukraine genannt. Der Kreml habe am 23. September erklärt, derzeit gebe es keine Voraussetzungen für einen umfassenden Friedensverhandlungsprozess, während Russland zugleich formell Gesprächsbereitschaft bekunde. Die ukrainische Seite habe dagegen weiterhin einen maritimen Waffenstillstand und ein trilaterales Treffen vorgeschlagen.

Anfang September führten die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau sowie anschließend mit der ukrainischen Seite in Kiew. Nach den Angaben des Materials blieben dabei grundlegende Differenzen bestehen.

Beziehungen zu beiden politischen Lagern in den USA

Die Ukraine orientiere sich nicht ausschließlich an einer US-Partei, heißt es weiter, sondern unterhalte Arbeitskontakte zu beiden politischen Lagern. Am 22. September traf Selenskyj in New York eine überparteiliche Delegation US-amerikanischer Senatoren. Dabei seien weitere Sanktionen gegen Russland und der Bedarf der Ukraine an Raketenabwehr besprochen worden.

Am 16. September hatte das Repräsentantenhaus den Angaben zufolge den Graham-Blumenthal-Gesetzentwurf zur Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und Iran verabschiedet. Trump unterzeichnete das Gesetz demnach am 18. September, nachdem es von beiden Kongresskammern unterstützt worden war. Daraus wird im Material geschlossen, dass diplomatische Bemühungen und Sanktionspolitik unabhängig vom Wahlzyklus fortgesetzt werden könnten. Die Behauptung von , Kiew warte auf die Ergebnisse der Novemberwahlen, wird dort daher als nicht durch die genannten Vorgänge belegt bewertet.

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