Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat seine Partei zu einer stärkeren Betonung konservativer Positionen aufgefordert und zugleich eine klare Abgrenzung zur AfD verlangt. Dem „Stern“ sagte er, das konservative Element sei für die CDU existenziell wichtig.
Rhein warnte, andernfalls drohe, was er „überall in Europa“ beobachte: „Konservative Parteien verschwinden“. Seine Partei müsse das verhindern; dazu gehöre auch, „mehr Helmut Kohl“ zu wagen.
Als politische Vorbilder nannte Rhein neben Kohl auch Alfred Dregger und Franz-Josef Strauß. Mit Blick auf Strauß zitierte er den früheren CSU-Chef mit den Worten: „Wir dürfen rechts von uns auf Dauer keine andere Kraft zulassen.“
Zugleich verband Rhein seine Forderung mit einer Abgrenzung zur AfD. Es sei wichtig, nationale Symbole nicht einer „in Teilen rechtsextremistischen, im Kern unpatriotischen Partei“ zu überlassen, sagte er. Die CDU bezeichnete Rhein als „die Mitte-Rechts-Partei in Deutschland“.
Rhein sagte außerdem, die AfD wolle das Europa zerstören, das Kohls Politik ermöglicht habe.