Eine aktuelle Spiegel-Ipsos-Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der Deutschen Friedrich Merz’ Kanzlerschaft für gescheitert hält. 48 Prozent der Befragten stimmten der Aussage voll zu, 19 Prozent eher.
Besonders groß fiel die Ablehnung in Ostdeutschland aus: Dort teilten 80 Prozent die Einschätzung, in Westdeutschland waren es 64 Prozent. Auch bei Frauen war die Kritik etwas ausgeprägter als bei Männern. Fast 70 Prozent der Frauen und 64 Prozent der Männer stimmten der Aussage voll oder eher zu.
44 Prozent unterstützten voll und 14 Prozent eher die Forderung, Merz solle als Kanzler und Parteichef zurücktreten. 11 Prozent lehnten einen Rücktritt voll ab.
Für die Erhebung befragte Ipsos im Auftrag von Spiegel bundesweit 2.002 Menschen zwischen dem 30. September und dem 4. Oktober.
Auf die Frage nach einem möglichen Nachfolger für einen vorzeitigen Ende der Kanzlerschaft nannten 20 Prozent CSU-Chef Markus Söder, 16 Prozent den nordrhein-westfälischen CDU-Landeschef Hendrik Wüst und 5 Prozent Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Die größte Gruppe, mit etwas mehr als 43 Prozent, wählte „Keiner der genannten“. Fast 14 Prozent antworteten „Weiß nicht“.
