Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat den Entzug seines Doktortitels hingenommen und den Rechtsstreit um seine Dissertation beendet. Er sagte im Thüringer Landtag, er habe die Klage am Mittwochmorgen beim Verwaltungsgericht Chemnitz zurückgenommen.
Die Technische Universität Chemnitz hatte Voigt wegen Plagiatsvorwürfen die Doktorwürde entzogen. Einen Widerspruch gegen diese Entscheidung wies die Universität zurück; danach hatte Voigt Klage eingereicht.
Mit der Rücknahme ist das gerichtliche Verfahren beendet. Der Entzug des Doktortitels bleibt bestehen.
Voigt begründete seinen Schritt damit, dass seine Aufmerksamkeit als Ministerpräsident den Bürgerinnen und Bürgern gelten müsse. Seine Anwälte hätten ihm geraten, das Verfahren fortzuführen, sagte er. Er wolle sich aber ohne Abstriche auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren.
Die AfD mit Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke hatte den Vorgang im Landtag wiederholt thematisiert. Zwei konstruktive Misstrauensvoten gegen Voigt scheiterten.
Am selben Tag stand im Thüringer Landtag auch die von der AfD beantragte Auflösung des Parlaments auf der Tagesordnung.
