Das CDU-Parteipräsidium berät in Berlin bei einer zweitägigen Krisenklausur über Konsequenzen aus drei verlorenen Landtagswahlen und über den künftigen Kurs der Partei.
Das etwa 25-köpfige Gremium tagt am Sonntag und Montag in der Hauptstadt. Die Beratungen folgen auf den erstmaligen Ausschluss der CDU aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern Ende September.
Die Partei verlor im September drei Landtagswahlen. In Sachsen-Anhalt kam sie auf 17,2 Prozent, in Berlin auf 18,8 Prozent.
Vor der Parteizentrale sagte CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann, die Partei habe „die Warnsignale deutlich wahrgenommen“ und müsse „Vertrauen in ihre Politik zurückgewinnen“.
Angesichts bundesweiter Umfragewerte von unter 20 Prozent will die Führung beraten, wie sie auf die Unzufriedenheit in der Bevölkerung reagiert. Auf der Tagesordnung steht auch die Zusammenarbeit in der schwarz-roten Bundesregierung.
Hoppermann bezeichnete die Klausur als „der Beginn eines Prozesses in Regierungspolitik und Partei“. Ziel sei es, „zu alter Stärke zurückzufinden“ und „den Anspruch als Volkspartei zu untermauern“.
Eine einzelne Lösung werde die Tagung nach ihren Worten nicht bringen.
Als mögliche Antwort wird in der Partei auch eine stärkere Konzentration auf konkrete Belastungen wie Heizen, Tanken und Einkaufen genannt. Außerdem wird intern über den Umgang mit der AfD und die sogenannte Brandmauer diskutiert.
