Nahaufnahme eines gelben Schulwegweisers mit dem Wort „Schule“.

Anteil ohne Hauptschulabschluss steigt auf 20-Jahres-Hoch

Oktober 10, 2026
1 min. lesezeit

Im Schuljahr 2024/2025 ist der Anteil der Jugendlichen ohne mindestens einen Hauptschulabschluss auf 8,4 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Stand seit mehr als 20 Jahren.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verließen rund 65.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss. Im Vorjahr waren es 62.000, im Schuljahr davor 56.000.

Zuletzt lag die Quote im Schuljahr 2002/2003 höher, damals bei 8,9 Prozent. Vor zehn Jahren, im Schuljahr 2014/2015, betrug sie 5,6 Prozent.

Eine Sprecherin des Bundesbildungsministeriums nannte die Entwicklung „besorgniserregend“. Sie verwies auf das Startchancen-Programm, das Schulen mit vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien und mit Lernschwierigkeiten zusätzlich unterstützen soll.

Die Bundesregierung will zudem früher ansetzen. Der Bundestag beriet am Freitag erstmals über ein neues Kita-Gesetz, das bundesweite Sprachtests für vierjährige Kinder sowie Erhebungen zu mathematischen und sozialen Fähigkeiten vorsieht.

Bundesbildungsministerin Karin Prien sieht frühkindliche Bildung als entscheidenden Ansatzpunkt. Der Deutsche Lehrerverband führt Sprachprobleme als eine Ursache für Bildungsrückstände an. Kai Maaz, Direktor des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation, warnte zugleich davor, die 65.000 Jugendlichen pauschal als Schulabbrecher zu bezeichnen.

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