Hände in Arbeitshandschuhen sortieren Kartoffeln auf einem Förderband.
Wegen des knappen Angebots werden Kartoffeln teurer. Weniger Fläche und Dürren ließen die Ernte in Deutschland 2026 laut Statistischem Bundesamt um 24,8 Prozent auf 10,4 Millionen Tonnen sinken.15.10.2026 | 0:34 min

Schwache Kartoffelernte treibt Preise in Deutschland nach oben

Oktober 27, 2026
1 min. lesezeit

In Deutschland steigen die Preise für Kartoffeln nach einer schwächeren Ernte im Jahr 2026 deutlich. Laut Statistischem Bundesamt soll die Ernte im Vergleich zum Vorjahr um 24,8 Prozent auf 10,4 Millionen Tonnen sinken.

Verbraucher zahlten im September für Kartoffeln 11,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit lag der Anstieg deutlich über der allgemeinen Inflationsrate von 3,3 Prozent.

Als Gründe nennt die Statistikbehörde eine um 11,1 Prozent kleinere Anbaufläche und Trockenheit, durch die die Kartoffeln kleiner ausfielen. Die durchschnittliche Ernte je Hektar sank demnach von 46 Tonnen auf 38,9 Tonnen.

Auch auf Erzeugerebene machten sich die knapperen Mengen bemerkbar. Landwirte erhielten im August 61,5 Prozent mehr Geld für Kartoffeln als im Vorjahresmonat.

Trotz der geringeren Ernte werden nach Einschätzung einer Expertin weder leere Regale noch Preissprünge erwartet. Bei einzelnen Produkten und Produktgruppen könne es aber weiter teurer werden.

Deutschland kann sich bei Kartoffeln grundsätzlich selbst versorgen. Die Ernte 2025 war mit 13,9 Millionen Tonnen noch außergewöhnlich gut ausgefallen.

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