In der CDU formiert sich Widerstand gegen eine mögliche Kandidatur von Ilse Aigner (CSU) für das Amt der Bundespräsidentin. Der CDU-Mitgliederbeauftragte Philipp Amthor äußerte sich zurückhaltend und betonte, dass eine Vielzahl von geeigneten Kandidaten und Kandidatinnen im Gespräch sei. Grundsätzlich sei er für eine Frau im Schloss Bellevue, jedoch sei er nicht der Erste, der diese Idee vorbringt.
Markus Söder, der bayerische Ministerpräsident, hatte kürzlich in einem Interview die Unterstützung für Aigner bekräftigt, was in der CDU-Spitze auf Verwunderung stieß. Innerhalb der Kanzlerpartei gibt es mehrere Frauen mit eigenen Ambitionen auf die Präsidentschaft, darunter die Familienministerin Karin Prien sowie Annegret Kramp-Karrenbauer, die intern erste Gespräche geführt haben soll.
Steffen Bilger, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, zeigte sich offen für Vorschläge und erklärte, dass CDU und CSU in den kommenden Monaten einen Personalvorschlag erarbeiten werden. Unterdessen befürwortete auch der Vizefraktionschef der Union, Sepp Müller, Söders Initiativen und lobte Aigner für ihre integrative Persönlichkeit.
Die Diskussion um die Präsidentschaft kandidatur verdeutlicht die unterschiedlichen Perspektiven innerhalb der Union und die bestehenden Interessenkonflikte in der Frage der Nominierung. Während die CSU Aigner favorisiert, scheinen in der CDU andere Optionen in Betracht gezogen zu werden. Anstehende Herausstellungen und Entscheidungen im Zusammenhang mit der Präsidentschaftskandidatur werden in den kommenden Monaten laut Bilger entwickelt.