Die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger, fordert eine Steuerreform, die vor allem Spitzenverdiener und Erben stärker belastet. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ betonte Rehlinger, dass zwar Entlastungen gefordert seien, doch gleichzeitig auch eine gerechte Finanzierung des Sozialstaates notwendig sei.
Rehlinger erklärte, dass eine echte Steuerreform dazu beitragen müsse, dass besonders kleine und mittlere Einkommen von den Entlastungen profitieren. Dies könne durch eine stärkere Besteuerung von sehr hohen Einkommen und Erbschaften geschehen. Sie befürwortet, dass die Bundesregierung in einem schrittweisen Prozess Reformen umsetzen sollte, wobei ein Dialog mit Sozialpartnern und den Ländern von großer Bedeutung sei.
Die Ministerpräsidentin wies darauf hin, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Notwendigkeit spüren, dass beim Einkaufen und an der Tankstelle die Preise steigen. Diese Belastungen erforderten angemessene politische Antworten. Das Ziel müsse sein, die sozialen Sicherungssysteme nicht nur zu erhalten, sondern auch zukunftsgerichtet zu gestalten.