Bahn und GDL erreichen Tarifverhandlung ohne Warnstreiks

Bahn und GDL erreichen Tarifverhandlung ohne Warnstreiks

Februar 27, 2026
1 min. lesezeit

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, wodurch ein Streik im Bahnverkehr abgewendet wurde. Diese Einigung wurde in der Nacht auf Freitag erzielt. Die genauen Details des Tarifkompromisses sollen am Freitagvormittag von Bahn-Personalvorstand Martin Seiler präsentiert werden.

Die Einigung zwischen der GDL und der Deutschen Bahn beendet die erste Tarifrunde seit 2018, die ohne Arbeitskämpfe verläuft. Zuvor hatte die GDL für die Beschäftigten eine Erhöhung der Entgelte um 8 Prozent gefordert, davon 3,8 Prozent durch eine Entgelterhöhung und die restlichen Erhöhungen durch Umstrukturierungen im Tarifsystem. Ein wichtiger Punkt in den Verhandlungen war die Einführung einer neuen Entgeltstufe.

Die Verhandlungen zogen sich über fünf Runden mit 14 Verhandlungstagen hin, wobei eine Friedenspflicht bis Ende Februar galt, die der GDL das Ausrufen von Arbeitskämpfen verbot. Ein mögliches Scheitern der Verhandlungen hätte im März zu umfassenden Warnstreiks führen können, die den bundesweiten Bahnverkehr erheblich beeinträchtigt hätten.

Die Deutsche Bahn hatte in der vorherigen Verhandlungsrunde ein Paket vorgeschlagen, das eine Entgelterhöhung um 3,8 Prozent in zwei Schritten und eine Einmalzahlung von 400 Euro beinhaltete. Die Arbeitgeberseite strebte eine Laufzeit des Vertrags von 30 Monaten an, während die GDL eine Laufzeit von zwölf Monaten geforderte.

Ein weiterer strittiger Punkt war das Tarifeinheitsgesetz, das die Anwendung der Tarifverträge auf die größte Arbeitnehmervertretung in einem Betrieb beschränkt. In vielen Bahn-Betrieben ist dies die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die bereits einen Tarifvertrag bis Ende 2027 hat.

Die informierten Quellen werden am Freitag um 11.00 Uhr weitere Informationen zur neuen Einigung liefern.

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