Bosch hat im Jahr 2025 einen Verlust von 400 Millionen Euro nach Steuern verbucht. Dies ist der erste Verlust seit der Finanzkrise 2009. Finanzchef Markus Forschner wies bei der Bekanntgabe der Bilanz in Renningen darauf hin, dass die hohen Kosten für den Stellenabbau und die US-Zölle maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen haben. 2024 lag der Nachsteuergewinn noch bei etwa 1,3 Milliarden Euro, was bereits eine Halbierung im Vergleich zum Vorjahr darstellte.
Die Kosten für den Stellenabbau belasten das Unternehmen erheblich. Insgesamt wurden Rückstellungen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro gebildet, die sich schrittweise in den kommenden Jahren verringern sollen. Zusätzliche Faktoren wie Wechselkursverluste, gestiegene Kosten und Zölle haben ebenfalls negative Auswirkungen auf das Ergebnis gehabt. Trotz eines Anstiegs des Umsatzes auf 91 Milliarden Euro blieb der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 1,8 Milliarden Euro rund 42 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Der Technologiekonzern sieht sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Der Rückgang der Käufe von Haushaltsgeräten und anderen Produkten infolge der unsicheren wirtschaftlichen Lage hat die Verkaufszahlen gedämpft. Bosch plant, bis zu 22.000 Stellen besonders im Zulieferbereich abzubauen. Dies soll helfen, die Wettbewerbsfähigkeit in einem umkämpften Markt zu verbessern. Die Verhandlungen über den Personalabbau in der Mobilitätssparte sind mittlerweile abgeschlossen.
In Deutschland beschäftigte Bosch zum Ende des vergangenen Jahres etwa 123.000 Menschen, was einen Rückgang von 6.700 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, dass weitere Stellenstreichungen auch in anderen Bereichen erforderlich sind.
Für 2026 erwartet Bosch eine leichte Verbesserung der Geschäfte. Das Management schätzt, dass die Unsicherheiten durch die geopolitischen Entwicklungen und den anhaltenden Preisdruck weiterhin anhalten werden. Dennoch wird ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent angestrebt, während der operative Gewinn voraussichtlich zwischen vier und sechs Prozent liegen soll.