Bundeskanzler Friedrich Merz hat am ersten Tag des großflächigen Stromausfalls in Berlin nicht mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner telefoniert. Dies wurde von einer Sprecherin der Bundesregierung klar gestellt, nachdem frühere Informationen darüber berichteten, dass ein solches Gespräch stattfand. Es handelte sich um ein Missverständnis in der Kommunikation, das nun korrigiert wurde.
Zuvor hatte ein Sprecher der Bundesregierung am 17. März erklärt, dass es am 3. Januar mehrere Gespräche zwischen Wegner, Merz und Kanzleramtsminister Thorsten Frei gegeben habe, um die Unterstützung des Landes Berlin bei der Bewältigung des Stromausfalls zu besprechen. Die Sprecherin stellte jedoch klar, dass am besagten Tag kein direktes Gespräch zwischen Merz und Wegner stattgefunden habe, lediglich eine Kommunikation mit dem Kanzleramtsminister.
Der Stromausfall wurde am 3. Januar 2026 durch einen mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke verursacht, was zur längsten Stromunterbrechung in der Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin führte. Rund 100.000 Menschen waren in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Unternehmen teils tagsüber ohne Strom. Die Versorgung wurde am 7. Januar vollständig wiederhergestellt.
Die genauen Abläufe am Tag des Stromausfalls sind jedoch weiter unklar. Wegner sah sich bereits während des Blackouts Kritik ausgesetzt, da er zunächst einen Tennis-Match am ersten Tag des Ausfalls verschwiegen hatte. Der genaue Tagesablauf und die Kontakte, die er am 3. Januar hatte, sind bis heute nicht umfassend dokumentiert, was zu Verwirrung und Spekulationen in den Medien geführt hat. Wegner bat später um Entschuldigung für Unklarheiten in seiner Kommunikation.