Bundeswehr verlegt Patriot-Luftabwehreinheit zur Unterstützung der NATO in die Türkei

Bundeswehr verlegt Patriot-Luftabwehreinheit zur Unterstützung der NATO in die Türkei

Mai 18, 2026
1 min. lesezeit

Die Bundeswehr verlegt eine „Patriot“-Einheit in die Türkei. Diese Maßnahme wurde am Montag vom Verteidigungsministerium angekündigt und ist Teil eines Einsatzes zur Unterstützung der NATO-Luftverteidigung an der Südostflanke, der ab Ende Juni beginnen soll. Der Einsatz ist zunächst bis September 2026 vorgesehen und wird von rund 150 Soldaten des Flugabwehrraketengeschwaders 1 aus Husum begleitet.

Die eingesetzte Patriot-Feuereinheit wird in enger Zusammenarbeit mit türkischen und US-amerikanischen Kräften vor Ort operieren. In den Jahren 2013 bis 2015 war bereits eine ähnliche Einheit im türkischen Kahramanmaras stationiert, um den NATO-Luftraum an der Grenze zur Syrien zu schützen. Nach dieser Mission waren Patriot-Systeme unter anderem in Polen und der Slowakei im Einsatz, sowie während des NATO-Gipfels in Litauen 2023.

Die Struktur einer Patriot-Feuereinheit umfasst das Staffelpersonal, einen Feuerleitstand, ein Multifunktionsradargerät, bis zu acht Startgeräte, eine Stromversorgungsanlage sowie eine Kommunikationsgruppe mit Antennenmast. Begleitend dazu wird die Einheit von zusätzlichem Stabs- und Unterstützungspersonal unterstützt.

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