Caritaspräsidentin Eva Welskop-Deffaa hat die neue Steuerreform der schwarz-roten Koalition als bedeutenden Fortschritt gewertet. Sie bezeichnete das Reformpaket als sozial ausgewogen und begrüßte insbesondere die Einigung, dass der Einnahmeausfall, der durch Steuerentlastungen für einkommensschwächere Haushalte entsteht, nicht durch Erhöhungen der Umsatzsteuer kompensiert werde. Stattdessen solle eine gestaffelte Reichensteuer die finanziellen Einbußen ausgleichen, was mehr Steuergerechtigkeit schaffe.
Welskop-Deffaa hob auch die Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit hervor, die im Reformpaket verankert sind. Ein Programm zur Reduzierung der Zahl ungelernten Jugendlichen und zur Förderung von Ausbildungsabschlüssen werde als dringend notwendig erachtet. Zusätzlich unterstütze die Caritas die Vereinbarung, die Beitragssätze zur Arbeitslosenversicherung stabil zu halten.
Die Präsidentin der Caritas äußerte sich optimistisch über die Entschlossenheit der Koalition, Reformversprechen des Koalitionsvertrages umzusetzen. Insbesondere bei der Rentenreform sei es wichtig, die Vorschläge der Alterssicherungskommission zügig in Gesetzestexte zu überführen, ohne die Anliegen des sozialen Ausgleichs aus den Augen zu verlieren. Dies schließt unter anderem die Einführung einer neuen Berufsausfallrente ein.