Die Deutsche Flugsicherung (DFS) plant zusammen mit dem Rüstungsunternehmen Hensoldt und der Deutschen Telekom den Aufbau eines bundesweiten Drohnendetektions- und Abwehrnetzes. Dies berichtet die „Welt am Sonntag“.
Der „Aktionsplan Drohnen Deutschland“ umfasst die Entwicklung einer KI-gestützten Plattform, die Daten von Mobilfunkmasten mit stationären Drohnen-Detektions- und Abwehrsystemen an Flughäfen, Kraftwerken und Einrichtungen der Bundeswehr verknüpfen soll. Diese dezentralen Überwachungssensoren sollen ihre Daten zusammenführen und automatisiert auswerten. Das Ziel besteht darin, ein umfassendes Luftlagebild zu erstellen, das sowohl zivilen als auch militärischen Drohnenabwehrmaßnahmen zugutekommen soll.
Oliver Dörre, Vorstandschef von Hensoldt, äußerte, dass die technologischen Fähigkeiten zur Drohnenabwehr in Deutschland vorhanden seien. Um jedoch im Bedarfsfall handlungsfähig zu sein, sei eine Architektur erforderlich, die die verschiedenen Systeme zur Erkennung, Klassifizierung und Bekämpfung von Drohnen koordiniert. Hensoldt bietet bereits eigene Systeme zur Drohnenerkennung und -bekämpfung an, plant jedoch, auch Lösungen anderer Hersteller in die neue Plattform zu integrieren.
Die Umsetzung des Projektes wird als zentral für die nationale Sicherheit angesehen. Es ist vorgesehen, einen einheitlichen Zugriff auf die relevanten Daten und Systeme zu schaffen, um im Falle einer Bedrohung schnell und effektiv reagieren zu können.