Weltweit blieben am Samstagabend zahlreiche Wahrzeichen im Rahmen der „Earth Hour“ für eine Stunde im Dunkeln. Die Aktion, die vom WWF ins Leben gerufen wurde, fand in Städten von Auckland bis Rio de Janeiro statt. In Deutschland haben rund 500 Städte und Gemeinden sowie mehr als 400 Unternehmen an der Initiative teilgenommen. Auch private Haushalte waren dazu aufgerufen, ihre Lichter auszuschalten.
Den Auftakt der „Earth Hour“ machte Auckland um 20.30 Uhr Ortszeit. In den USA, darunter das bekannte Empire State Building in New York, und in Brasilien, wo die Christusstatue in Rio de Janeiro dunkel blieb, beteiligten sich viele Landmarken. In Europa schalteten unter anderem der Eiffelturm in Paris, die Akropolis in Athen und das Brandenburger Tor in Berlin die Beleuchtung ab.
Das zentrale Anliegen der „Earth Hour“ ist es, das Bewusstsein für den Klimaschutz zu schärfen. Der WWF hatte die Aktion 2007 ins Leben gerufen, um damit auf die Dringlichkeit eines besseren Umgangs mit der Erde hinzuweisen. Die Initiative ist mittlerweile zu einem globalen Ereignis gewachsen.
Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland, betonte, dass für den Klimaschutz mehr als nur eine Stunde nötig sei. Aktuell drohe die Klimakrise angesichts anderer globaler Herausforderungen in den Hintergrund zu treten, was jedoch nicht ignoriert werden dürfe. Die Organisatoren rufen alle Menschen dazu auf, sich aktiv für die Umwelt einzusetzen, beispielsweise durch Müllsammelaktionen oder das Anpflanzen von Gemüse.
Diese jährliche Aktion stellt eine Gelegenheit dar, sich kollektiv für den Klimaschutz zu engagieren und Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren. Das Bewusstsein für die Herausforderungen des Klimawandels soll durch solch symbolische Handlungen gestärkt werden.