Friedrich Merz ist auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart am Freitagabend mit 91,2 Prozent als Parteivorsitzender wiedergewählt worden. Bei der vorherigen Wahl im Jahr 2024 erhielt er 89,8 Prozent der Stimmen, während bei seiner Erstwahl im Januar 2022 eine Zustimmung von 94,6 Prozent erzielt wurde. Insgesamt wurden 977 Stimmen abgegeben, von denen 14 Enthaltungen als ungültig gewertet wurden. Aufgrund technischer Probleme wurde die Wahl mit Papierstimmzetteln durchgeführt, anstelle der ursprünglich vorgesehenen digitalen Abstimmung.
In seiner Grundsatzrede thematisierte Merz vor allem außenpolitische Fragestellungen. Er stellte das transatlantische Bündnis in den Fokus, wies jedoch auf die Notwendigkeit hin, europäische Unabhängigkeit zu stärken. Merz äußerte, dass die USA als Partner weiterhin bestehen sollten, jedoch an Einfluss verlieren. Im Kontext des Ukraine-Kriegs warnte er vor naivem Pazifismus und betonte, dass Europa in der Lage sei, Erfolge zu erzielen, wenn es geschlossen auftritt.
Merz forderte Investitionen in die Verteidigung, um Erpressungen zu vermeiden, und verwies darauf, dass zugleich die wirtschaftliche Kraft Deutschlands und Europas gestärkt werden müsse. Er räumte ein, in der Vergangenheit unrealistische Versprechen gemacht zu haben und nahm die Kritik an seiner Amtsführung an. Gleichzeitig appellierte er, mutig zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen. Die Debatten auf dem Parteitag verdeutlichten die aktuellen Herausforderungen, vor denen die CDU steht.