Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Konstantin von Notz, hat eine verstärkte Bekämpfung von Antisemitismus in Deutschland gefordert. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ erklärte er, dass es „absolut inakzeptabel und ekelhaft“ sei, dass Übergriffe und Hass gegen jüdische Menschen in der Bundesrepublik zunehmen. Diese Auffassung stützt sich auf eine aktuelle Umfrage des Zentralrats der Juden, die zeigt, dass mehr als zwei Drittel der jüdischen Gemeinden Deutschland seit dem Angriff der Hamas auf Israel als unsicher empfinden.
Von Notz betonte die Verantwortung der deutschen Gesellschaft, „den Judenhass in unserem Land überall und jederzeit mit allen rechtsstaatlichen Mitteln unnachgiebig zu bekämpfen“. Er wies darauf hin, dass die den Antisemitismus rechtfertigenden Argumente, die sich auf die Politik der Netanjahu-Regierung beziehen, schlichtweg falsch und menschenfeindlich seien.
In den letzten Monaten haben zahlreiche Berichte über antisemitisch motivierte Angriffe und Vorfälle in Deutschland für Besorgnis gesorgt. Diese Situation wirft Fragen zur Sicherheit jüdischer Bürgerinnen und Bürger sowie zur allgemeinen gesellschaftlichen Haltung gegenüber Antisemitismus auf.
Die steigenden Zahlen antisemitischer Vorfälle in Deutschland werden von verschiedenen Organisationen und politischen Akteuren verfolgt. Initiativen zur Aufklärung und zur Sicherstellung von Schutzmaßnahmen für jüdische Einrichtungen werden gefordert, um dem wachsenden Hass entgegenzutreten.