Die Grünen haben die von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgeschlagenen Sparpläne scharf kritisiert. Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünenfraktion im Bundestag, bezeichnete die Maßnahmen als unausgewogen und als eine „echte Enttäuschung“. Warken plane, die Last der Stabilisierung unverhältnismäßig auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu verlagern. Dabei würden einflussreiche Lobbygruppen auf der Ausgabenseite unangetastet bleiben.
Dahmen äußerte, dass die Umsetzung der Empfehlungen der Experten zu einer Entlastung der Beiträge um mehr als zwei Prozentpunkte bis 2027 führen könnte. Diese Reduzierung wäre insbesondere für über 75 Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland in Krisenzeiten von Bedeutung.
Die Kritik unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die Regierung steht, während sie versucht, das Gesundheitssystem finanziell zu stabilisieren. Die Maßnahmen der Ministerin könnten die Unsicherheit im Land verstärken, anstatt sie zu verringern. Der Gesundheitsministerin wird vorgeworfen, nicht ausreichend an einer umfassenden Systemstabilisierung zu arbeiten.