Der Wirtschaftsflügel der Grünen unter der Leitung von Karl Haeusgen spricht sich für eine Erhöhung der Einkommen- und Erbschaftsteuer aus. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ erklärte Haeusgen, dass ein Anstieg des Spitzensteuersatzes beim Einkommen notwendig sei, um verstärkt in Bildung und Infrastruktur investieren zu können.
Haeusgen betonte die Notwendigkeit eines umfassenden Reformpakets, das auch Gesundheits- und Rentenreformen berücksichtigt. Er erachtete es als wichtig, dass eine gerechte Verteilung der Steuerlast erfolgt, damit die Bürger bereit wären, diese Reformen mitzutragen. Der frühere Präsident des Maschinenbauverbands VDMA, der die Forderung der Grünen nach einer höheren Erbschaftsteuer unterstützt, wies auf die ungerechten Vorteile hin, die er durch die derzeitigen Regelungen genießt. Er selbst sei in der Lage, sein Unternehmen ohne Erbschaftsteuer an seine Kinder zu vererben. Dies sei jedoch nach seiner Ansicht nicht fair, da auch wohlhabendere Familien ihren Beitrag leisten sollten.
Haeusgen erteilte jedoch der Idee eine Absage, dass die Steuerbelastung die Substanz der Unternehmen gefährden sollte. Er plädierte dafür, dass die Steuer aus den Dividenden der Unternehmen gezahlt werden könne, um diesen Aspekt zu berücksichtigen.