Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FSV Mainz 05 hat sich der Hamburger SV über die Schiedsrichterentscheidungen beklagt. In einer Partie, die von körperlichem Spiel geprägt war, fühlte sich HSV-Profi Miro Muheim benachteiligt. Er kritisierte die „Tretertruppe“ Mainz und stellte infrage, warum Schiedsrichter Robin Braun nicht eingegriffen habe. Insbesondere zwei Spieler der Mainzer, Silas und Dominik Kohr, hätten seiner Meinung nach mit einer Roten Karte vom Platz gestellt werden müssen.
HSV-Trainer Merlin Polzin sprach von „klaren Gelb-Roten Karten“, die in mehreren Situationen nicht ausgesprochen wurden. Er betonte, dass einige Entscheidungen zugunsten seines Teams hätten fallen müssen. Der Trainer verwies auch auf das Verhalten der Mainzer Spieler als Indiz für deren gefährliche Spielweise.
Mainz-Coach Urs Fischer erkannte an, dass sein Team Glück gehabt hatte, das nicht in Unterzahl spielen musste. Er stellte jedoch sicher, dass die von Gelben Karten bedrohten Spieler rechtzeitig ausgewechselt wurden. Silas, der in der ersten Halbzeit eine umstrittene Entscheidung nicht bestraft bekam, blieb nach der Pause in der Kabine, während Kohr nach einem schwerem Foul frühzeitig vom Platz musste.
Ein bedeutendes Thema waren auch die VAR-Regeln. Momentan darf der Videoassistent bei strittigen Szenen, wie den beschriebenen, nicht eingreifen. Die internationale Regel-Kommission könnte jedoch eine Änderung beschließen, die eine Einbeziehung des VAR in der kommenden Saison ermöglicht. Muheim äußerte sich kritisch zu dieser Tatsachen und verwies auf die Folgen für den Spielverlauf, wenn die Schiedsrichter richtiger entschieden hätten.